Die Tradition

Die Geschichte der Babykisten begann vor acht Jahrzehnten

In den 1930er Jahren sanken die Geburtenraten in Finnland, aber nicht die Säuglingssterblichkeit. Im Jahr 1938 wurde das Mutterschaftsgeld eingeführt, um werdende Mütter davon zu überzeugen, pränatale Pflege bei den staatlichen Gesundheitsinstitutionen zu suchen. Dadurch ist das finnische Mutterschaftsgeld eine ältere Erfindung als der Kugelschreiber oder die Atombombe.

Ursprünglich wurde das Mutterschaftsgeld nur an einkommensschwachen Familien angeboten und die Summe war ein Drittel des durchschnittlichen Monatslohns eines Industriearbeiters. Schon damals konnten die werdenden Mütter entscheiden, ob sie die staatliche Unterstützung entweder als Warenpaket oder als finanziellen Zuschuss erhalten möchten. Im Jahr 1949 war das Programm so erfolgreich, dass es an alle werdenden Mütter gewährt wurde!

Die moderne Version der Kiste — eine Pappkiste voll mit Babyzubehör, die auch als Bett funktioniert — existiert schon seit den 1950er Jahren! Schon im Jahr 1960 hatte Finnland die niedrigsten Säuglingssterblichkeitsraten weltweit und steht seit Jahrzehnten an der Spitze der Liste.

In Finnland erhalten jährlich rund 40.000 Familien eine staatliche Babykiste. Obwohl seine medizinische Bedeutung mit dem steigenden Bildungs- und Einkommensniveau zurückgegangen ist, ist das Paket zu einer nationalen Ikone geworden und vereinigt Eltern aus allen Generationen.

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